Direktkauf bei Kleinanzeigen - Negativ

Der Direktkauf bei Kleinanzeigen ist meiner Meinung nach weder für Käufer noch für Verkäufer wirklich gut.

Beim Direktkauf zahlt der Käufer die Gebühren. Wenn es dann Probleme mit dem Artikel gibt, kann man weder bei Kleinanzeigen anrufen noch direkt bei der Online Payment Platform (OPP) Hilfe bekommen.

Bei PayPal ist das anders: Da hat der Käufer Käuferschutz und kann PayPal auch direkt anrufen, wenn es Probleme mit dem Artikel gibt. Die Gebühren zahlt in der Regel der Verkäufer. Es gibt auch einen Verkäuferschutz, aber nur, wenn der Käufer mit Käuferschutz bezahlt hat.

Beim Direktkauf über Kleinanzeigen ist es außerdem so, dass ab 30 Verkäufen pro Kalenderjahr oder Einnahmen über 2.000 € eine Meldung an das Finanzamt erfolgen muss – wegen dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz.

Wenn Kleinanzeigen sich nicht daran hält und keine Meldungen an das Finanzamt macht, drohen hohe Strafen von mehreren tausend Euro. Im schlimmsten Fall kann das sogar bis zu einer Schließung von Kleinanzeigen führen.

Da bei diesen Meldungen Daten weitergegeben werden (z. B. wann Geld geflossen ist und wohin die Ware verschickt wurde), sind damit indirekt auch Daten vom Käufer betroffen.

Grundsätzlich gilt: Plattformen müssen Daten an das Finanzamt melden, sobald sie am Verkauf mitverdienen. Wenn kein Geld über die Plattform läuft, z. B. bei Abholung, Banküberweisung oder PayPal-Zahlung, müssen diese Daten in der Regel auch nicht gemeldet werden.

PayPal selbst muss Käufer und Verkäufer nicht als Verkaufsplattform melden, weil PayPal nur ein Zahlungsdienst ist und keine Verkaufsplattform.

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