Gewerbliche Einstufung bei Privatverkäufern – nach welchen Kriterien eigentlich?

Ich muss leider sagen, dass ich sehr enttäuscht von Kleinanzeigen bin. Ich habe sehr lange Wildblumensamen verkauft. Für mich persönlich stand immer die Kommunikation mit Gartenliebhabern und deren Projekte im Mittelpunkt und nicht ein Geschäft.

Stand der Dinge ist im Moment, dass man kaum Blumensamen verkaufen kann, ohne dass man als gewerblicher Verkäufer denunziert wird. Ich hatte nicht einmal 10 Anzeigen zu verschiedenen Samen online. Die Samen kosten pro Portion 1 €. Darin enthalten sind Verpackung, Klebestreifen, Etiketten. Verpackung und Versand gehen extra. Trotzdem, man kann doch erkennen, dass man kaum einen Gewinn hierfür erzielen kann.

Im Gegensatz dazu gibt es auf Kleinanzeigen private Anbieter, die zum Teil hunderte von hochwertigen Gegenständen z.B. Antiquitäten oder Designerware anbieten und hunderte von Followern haben. Es sind sogar private Anbieter von Cannabissamen zugelassen, die 30 € für 10 Samen, plus 6 € Versandkosten verlangen und die Anzeigen immer erneuern.

Ich frage Sie, nach welchen Kriterien Sie Anbieter als gewerbliche Anbieter einstufen. Ich kann das nicht mehr nachvollziehen. Ebay oder andere Plattformen machen hier keine Unterschiede.

Dem Eindruck kann ich mich nur anschließen.

Aktuell habe ich meinen Schrank mit dem Motto „aufräumen und entmisten“ beschriftet und bin also fleissig dabei die hochwertigen und zum Teil ungetragenen Sachen dann in Kleinanzeigen.de einzustellen.

Nun trudeln die ersten Mahnungen von Kleinanzeigen*de ein es würde sich um eine gewerbliche Anzeige handeln, den Link in der Mail „Beschwerde einreichen“ flink geklickt und eine Stellungnahme eingegeben.

Zack, einen Tag später die Antwort: Kleinanzeigen*de schließe sich dem Eindruck an und lässt die Anzeige gelöscht.

Nunmehr kam das Schicksal schon für 12 Anzeigen die ich erstellt habe.

Was habe ich eigentlich falsch gemacht, die Frage stelle ich mir. Ein schöner Text zu jedem Artikel, der alle Arten Abmessungen enthält wie Bundweite, Seitenlänge, Schrittlänge, Schulterbreite, Brustumfang, Tailenumfang, Armlängen, Durchmesser an Kleidungsöffnungen und eben was noch so bei jedem Teil geht.

Klar, ein kleiner Versandhinweis besonders auf Kombiversand und Preisangabe Versand das Stück in etwas 3€, also Warensendung/Großbrief bzw. dann Päckchen oder Paket. Ganz normal nichts mit extra Verdienen am Versand.

Dann habenich mir die Mühe gemacht, mit meiner digitalen Spiegelreflex Kamera schöne ordentliche Bilder zu machen, gut belichtet und farbecht, dazu das Ganze noch mit Software aufgepeppt um ein hochwertiges Bild zu hochwertigen aber günstigen Artikeln zu haben. Dabei wird der Artikel nicht besser gemacht als er ist sondern vollkommen real beschrieben.

Ich Fotografiere aus Hobby, da ist es eine Ehrensache das Bilder angemessen und gut ausschauen.

Ist es so schlecht, hochwertige Anzeigen als privater Anbieter zu machen? Sollte es eher schäbbig und billig aussehen, kaum Infos enthalten und dafür überzogen im Preis und Versand zu sein?

Aktuell ist es zum verzweifeln was ich noch schlechter machen soll als einfach nur „kauf“ in den Text zu schreiben und ein Bild von MickeyMaus abzubilden.

Kann mir jemand Tipps geben wie man Kleinanzeigen*de dass verklickern kann. Vor allem, es trägt doch nur zur Qualität der Plattform bei, wen. private gute Angebote im tollen Eindruck erstellen die zudem auch noch dass halten, was versprochen wird. Der Support scheint ja aufgrund mangelnder Kontaktwege nicht gewünscht zu sein.

Freue mich auf Rückmeldungen oder sogar Hinweise zu anderen besseren Portalen wo sowas gewünscht ist.