wir als gewerblicher Händler (Fahrradbereich), merken seit mehreren Monaten einen Rückgang des Traffic (trotz breiter Werbekampagnen neues „Kleinanzeigen“) und dementsprechend auch der Anfragen/Umsatzes auf Kleinanzeigen.
Vermutete externe Ursachen für den Rückgang:
– Domainwechsel – „eBay Kleinanzeigen“ zu „Kleinanzeigen“ – eventueller Vertrauensverlust + SE Ranking mit Wegfall von „eBay“
eBay ist für private Anbieter kostenlos – Marktplatzwechsel
Vertrauensverlust durch höhere Anzahl an Scam-Anfragen und schlechter Kundendienst
Habt ihr gewerbliche Händler (welche Branche?) ebenfalls einen Rückgang bemerkt?
@Guest Hallo Patrick, die Frage nach dem „Warum“ ist sehr wahrscheinlich mehrschichtig. Da gibts nicht die eine Antwort drauf. Jedoch können verschiedene Analysen ggf. zu ersten Erkenntnissen führen.
Ich habe mir eben mal die Halbjahresreports von Kleinanzeigen.de angeschaut. Da kann man hier und da ein paar Unterschiede feststellen:
Die Anzahl der gewerblichen Nutzer hat sich um 25% erhöht - 150.000 gewerbliche Nutzer sind hinzugekommen. Das wäre für mich ein erster Anhaltspunkt, warum du weniger Traffic auf deine Anzeigen bekommst. Hast du mal geschaut, wie sich die Mitbewerber auf Kleinanzeigen.de in deiner Branche entwickelt haben?
Was sich aber nicht geändert hat ist, dass Fahrräder mit am häufigsten Gesucht werden!
Danke für die Daten … Interessant insbesondere der Anstieg der Gewerblichen (aber! interne Kleinanzeigen Auswertung). Habe mit ein Paar Kollegen (Mitbewerbern) gesprochen … mehreren geht es ähnlich. Aber evtl. drückt steigender Konkurrenzkampf auch auf die Zahlen …
Wichtig bei den Zahlen aus den Kleinanzeigen „Fact“-Sheet H2-2023 ist das Sternchen*. Es wurden die Monate Januar bis März 2023 ausgewertet, also vor dem Domainumzug – bin gespannt auf neue Daten!
H2-2023:
Nutzer im Monat* > 36 Mio.
Reichweite unter den deutschen Onlinern*> 50 %
Durchschnitt der Monate Januar bis März 2023 gemäß AGOF daily digital facts ab 2022 (29.08.2023)
Vielleicht gibt es hier aus der Community der Händler noch weiteres Feedback!
Wünsche Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, insbesondere dir Richard … vielen Dank für euer tolles Produkt!
@Guest Wegen den hohen Lebensmittels, Benzin, Strom Preise haben die Leute auch nicht mehr soviel Geld um was Neues zu kaufen. Und das wird alles noch Schlimmer wegen den Neuen Plattformen-Steuertransparenzgesetz.
Wenn ein privat Verkäufer mehr als 30 Artikel in Jahr verkauft oder mehr als 2000€ in Jahr umsetzt. Kann er Pech haben und muss für seinen Verkauften gebrauchten Artikel noch Streuer bezahlen. Zum Beispiel ich verkaufe mein gebrauchtes E-Bike für 2100€ und will mir ein neues E-Bike Kaufen. Jetzt habe ich aber keine Rechnung mehr von mein gebrauchtes E-Bike, weil die Garantie abgelaufen ist und ich die Rechnung in Müll geworfen habe, darf ich Steuer bezahlen. Weil das Finanzamt von einem gewerblichen Handel ausgeht, wenn ich Pech habe. Und wer hat dann noch Lust seine Gebrauchte Sachen zu Verkaufen um was Neues zu kaufen keiner mehr, wenn er Streuer bezahlen muss für seine Gebrauchte Artikel. Also ich verkaufe mein altes E-Bike nicht, um ein neues E-Bike zu kaufen, sondern Fahre weiter mit mein altes E-Bike.
Ich stelle Ähnliches fest, allerdings schon seit Januar 2023. Ich verkaufe fast ausschließlich über Kleinanzeigen, und von Januar bis März war es, als hätte jemand den Stecker gezogen. Anfragen- und Umsatzrückgang um 60 - 70 %. Im Laufe des Jahres hat es dann immer wieder sehr stark geschwankt, erst in den letzten Monaten ging es wieder aufwärts - zumindest auf Vorjahresniveau. Zwei weitere Händler in meiner Branche (neue KFZ-Teile aus alten Lagerbeständen) berichten das Gleiche.
Ich dachte zuerst an ein Sichtberkeitsproblem oder so, bei Kleinanzeigen weiß man ja nie was die im Hintergrund mit einem machen. Aber scheint wohl an der Wirtschaft zu liegen, komisch nur dass es (bei mir) so plötzlich, so stark und exakt zum Jahreswechsel auftrat.
Hallo in die Runde. Zu meinen Vorrednern, den gewerblichen Händlern hier auf der Plattform. Dieses Thema mit den extremen Einbrüchen gibt es auch bei eBay seit ca 2022 zu Hauf. Ich selbst, gewerblich, befasse mich schon über 2 Jahre damit und bin der festen Überzeugung es hat weder mit der momentanen wirtschaftlichen Lage noch der Anzahl der Mitbewerber zu tun. Ich recherchiere, analysiere, vergleiche nun schon über Monate, Anbieter mit identischen Artikeln / Angeboten und es gibt nur einen Unterschied. Der eine verkauft konstant gut, der andere konstant schlecht bzw überhaupt nichts ! Komischer weise die Anbieter mit konstant gutem Umsatz, meist mit höheren Preisen, daran kann es also nicht liegen. Ich selbst hatte ab 2021 ein Pro Paket Basic, im ersten Halbjahr ging der Umsatz durch die Decke, ich war so begeistert das ich eBay nach 11 Jahren komplett den Rücken gekehrt habe. Schließung meiner Shops (2) beide 100% positiv. Dann plötzlich der totale Einbruch, wie gesagt ca eine halbes Jahr nach Buchung des Pro Pakets wurde mir täglich der Button mit den Sichtbarkeitspaketen vor die Nase gehalten, ein Schelm wer dabei böses denkt. Im Nachhinein weis ich es war ein großer Fehler eBay den Rücken zu kehren, denn es läuft bei Kleinanzeigen am ende auch nicht anders. Entweder du buchst zusätzliche Sichtbarkeitspakete ( bei eBay kostenpflichtige Anzeigen ) um Traffic zu generieren oder du verkaufst nichts ! Punkt ende aus ! Nun frage ich mich und die Frage geht auch an Kleinanzeigen, warum sollte ich für ein Paket 400 jetzt 272,51€ Gebühren + Sichtbarkeitspaket ( kleinste ) 46,41€ macht in Summe 318,92€ ( wow wie günstig, Achtung Ironie ) )bezahlen wenn es mich bei eBay für 400 Anzeigen nur 95,14€ kostet ? OK man zahlt extra Gebühren auf Verkäufe, dafür aber ohne nervige Kommunikation und völlig problemloser Transaktionsabwicklung. Und wenn man nichts verkauft ist es schon ein Unterschied ob man 95€ oder 272€ blechen muss nur um sich seine Artikel im Account anzusehen. Die ganze Entwicklung beider Plattformen ist für mich völlig sinnfrei. Was nützen hohe Anzeigentarife/ Sichtbarkeitspakete die sich nur sehr wenige gewerbliche leisten können oder wollen ? Können beide Plattformen davon überleben ? Wäre es für Kleinanzeigen nicht sinnvoller von unverschämt hohen Shopgebühren abzusehen und stattdessen Gebühren auf abgeschlossene Transaktionen zu erheben ? Warum kann der Gewerbliche bei Kleinanzeigen „sicher bezahlen“ nicht einrichten ? Es würde Vielen, vieles leichter machen, vorausgesetzt natürlich die Methode wäre endlich mal ausgereift ! Beide Plattformen sind für mich momentan weder fair noch halten sie sich an Gesetze, Wettbewerbsrechtliche Verstöße werden konsequent ignoriert, Kleinanzeigen entzieht sich der Meldung zu PStTG indem es privaten Nutzern die Möglichkeit gibt ohne Nachweis zu verkaufen. Ich weiß nicht wie Kleinanzeigen rechnet, die Gebühren für die Shops werden sich gewerbliche nicht lange leisten können oder wollen, die echten privaten wenn die erste Post vom Finanzamt kommt werden ihre Aktivitäten entsetzt einstellen und für die Zukunft darauf achten jährlich nicht über 2000€ zu kommen. Die Scheinprivaten verkaufen ohne sicher bezahlen von denen hat Kleinanzeigen also nichts zu erwarten. Klar man kann am ende noch mehr penetrante Temu Werbung schalten, der deutsche Händler wird sich freuen ! Ich denke um die Plattform für gewerbliche Händler wieder attraktiv zu machen sollte das ganze Konzept grundlegend überarbeitet werden. Ein gegenseitiges geben und nehmen muss es sein, denn wenn einer nur nimmt hat der andere bald nichts mehr was er geben könnte ! Schade, Kleinanzeigen enttäuscht auf ganzer Linie.