Hallo,
ich versuche gerade Verständnis für das eigenartige Vorgehen von Ikea zu entwickeln.
Die Suchmaschine: ich gebe den Namen eines Möbelprogramms ein und erhalte zuerst die (bisher) wenigen Treffer, aber danach kommen viele weitere Angebote mit sehr vagen bis gar keinen Namensähnlichkeiten. Naja, ist vielleicht dem bisher geringen Angebotsumfang geschuldet. Vielleicht wird’s zukünftig besser. Aber bei der Suche die Entfernung auf 100km oder darüber hinaus unendlich einstellbar zu gestalten entspricht nicht ganz meinen Erwartungen. Wenigstens 200km sollten einstellbar sein, denn als Mittelpunkt wird ausschließlich mein Wohnort genommen. Soll heißen für den Fall, daß ich irgendeiner entfernten Stadt einen Besuch abstatte, kann ich z.B. bei Kleinanzeigen_de den Mittelpunkt des Suchradius selbst bestimmen, wenn ich die Reise zusätzlich als Angebotserweiterung betrachte.
Kommunikation: ein „Chat“ mit Hilfe der Ikea-Web-Seite. Als Name wird offensichtlich der reale aus meinem Ikea-Family-Card-Profil gewählt. Unschön, wenn ich zum Handel eher ein Pseudonym nutzen möchte.
Ablauf:
Damit sind sie bei mir draußen
Mich interessiert gerade ein kleiner Ikea-Artikel zum Preis unter 10 EUR. Der Anbieter lebt offensichtlich gerade mal 2km von mir entfernt. Was ist in einem solchen Fall der übliche Weg? Termin vereinbaren, kurz mal „rübergehen“, anschauen, handelseinig werden, Bargeld und Ware austauschen, fertig. Wenn mir die Ware nicht gefällt, dann nett verabschieden, fertig. Aber so? Mit Anzahlung, Restzahlung oder Rückerstattung, Kontobewegungen kontrollieren, usw.? Nein, nicht mit mir. Noch umständlicher geht’s nicht. Aber klar, bei meiner Vorgehensweise erhält Ikea weniger persönliche Daten von mir. Und diese möchte diese neue Datenkrake offensichtlich haben. Desweiteren gibt es Situationen, in denen ich nicht möchte, daß ein Verkäufer/Anbieter zu viele Daten von mir erhält. Bereits Namen sind eher unnötig.
Nicht zu vergessen, daß der von Ikea vorgesehene Ablauf einen mobilen Web-Zugang voraussetzt („stornierst du es vor Ort“). Damit sind Menschen ohne Schlaufernsprecher draußen. Sollen sie doch gleich dazu schreiben, daß sie als weitere Daten für ihre Sammlung noch Preis und Betriebssystem des Mobilgeräts ihrer Kunden haben möchten.
Ständig und überall diese Warnungen:

Ist das dort ein Kindergarten? Liebe Leute bei Ikea: bei eurem Angebot geht es um gebrauchte(!) Möbel und Einrichtungsgegenstände und nicht um besonders wertvolle Güter wie Rolex-Uhren, Porsche 911 oder Immobilien. Wenn ihr das „betreute Leben“ einführen wollt, dann richtet euer Angebot an die Leute, die betreut werden müssen. Ich gehöre (noch) nicht dazu.
Gruß