Kann man bei Kleinanzeigen überhaupt noch verkaufen?

Hi Leute, wie sind eure Erfahrungen?

Mir drängt sich das Gefühl auf als wenn jede Anfrage über das Nachrichtenportal von einem nicht ganz so netten Geschäftspartner kommt.

Scheinbar will niemand über die Bezahlfunktion von Kleinanzeigen gehen, alle Fragen nach Paypal oder die Bankdaten.

Gibt man die Paypaladresse raus dauert es keine Minute und man bekommt schlau gemachte Phishing-Mails mit dem Hinweis der Käufer hätte bezahlt und man solle über die Bezahlfunktion gehen. Macht man das und loggt sich tatsächlich über sein eigenes Bankkonto ein ist man der Depp und gibt dem Betrüger die Möglichkeit Geld vom Konto zu klauen während man selbst im Hintergrund weiterhin versucht die per Chat geführte Zahlfunktion durchzugehen um an sein Geld zu kommen.

Gibt man dagegen seine Bankdaten raus dauert es auch nicht wesentlich länger und man findet Lastschriften auf dem Konto die man gar nicht ausgelöst hat. Jedenfalls nicht wissentlich.

Nur noch Lug und Trug auf Kleinanzeigen?

Wie sind eure Erfahrungen?

hallole,

die erfahrung habe ich vor einigen tagen gemacht bei einem französischen anzeigenmarkt.
angeblich wurde die ware zum abholen schon bei fedex bezahlt, ich solle da auch noch eine Sicherheitsleistung bringen.
dilettantisch gemacht, war sogar eine gmail.com adresse …nixblicker :slight_smile:

ich verkaufe gerne bei kleinanzeigen, ich habe mich halt auch spezialisiert und verkaufe motorrad ersatzteile, kaufe auch hin und wieder.

wenn man ein iphone 17 oder teuren schmuck anbietet, dann kommen die schmeißfliegen um einen zu bescheißen, was auch irgendwo verständlich ist.

lieber verzichte ich auf ein gutes geschäft und lasse es lieber abholen, hatte ich bei einem guten laptop.
aber vorsicht, da gibts auch fallen. ich nehme nur bar, paypal nur wenn ich den ausweis vom abholer davon ein bild machen kann, will er nicht, ciao kakao :wink:
(machen sie nicht, sonst ist ware weg, käufer behauptet bei paypal er hat die ware nicht bekommen, nachweis ist schlecht :frowning: )

vg

Selbst das wird nicht viel bringen. PayPal wird ihm das Geld erstatten und du musst dann zivilrechtlich gegen die Person vorgehen, was hohe Kosten / Aufwand mit sich bringt.
So ist das leider heutzutage.

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höchstwahrscheinlich…
die kennen 1000 tricks :frowning:

bis jetzt, war ich in den letzten 15 jahren unfalfrei :wink:
kleinere störungen, aber kein brtrug oder dergleichen _:slight_smile:

vg

Der Trick ist leider einfach nur, dass der Käuferschutz oder auch „Verkäuferschutz“ zu 99% immer den Käufer bevorzugen wird. Alles schon erlebt, online und offline. Da hat man selbst mit gefühlt 20 Belegen als Verkäufer keine Chance, da der Verbraucher mittlerweile so stark bevorzugt wird, dass er nicht wirklich Belege einreichen muss. Die Belege von Verkäufern werden meist ignoriert…

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Ich biete ausschließlich Paypal-Freunde an, wem das nicht passt … dann eben nicht. Niemals das Kleinanzeigen-System.

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Kann trotzdem zurückgezogen werden in manchen Fällen und spricht natürlich klar gegen die AGB, was zu schnell zu einer Sperrung des Accounts führen kann.

würde mich mal interessieren wo es verboten steht mit paypal zu bezahlen…?
ansonsten wäre ja barzahlung auch verboten.
dies ist nicht vinted.

vg

Sorry, habe mich da etwas grob ausgedrückt. Es verstößt erst einmal zu 100% gegen die PayPal AGB.

In den Kleinanzeigen AGB gibt es da (ohne Gewähr) kein klares Verbot, ABER Kleinanzeigen schreibt:
„Wir raten dringend davon ab, mit der PayPal-Funktion „Geld an Freunde und Familie senden“ oder per Vorabüberweisung zu bezahlen. Es gibt keine Gründe für einen Verkäufer, die Bezahlung über die neue Bezahlmethode von Kleinanzeigen abzulehnen. Ein solches Verhalten solltest du als ein mögliches Warnsignal betrachten.“

Dass alles von KI gescannt wird, wissen wir sicher alle. Genug Beschwerden, dass es zu „plötzlichen“ Sperrungen geführt hat gab es ja auch schon, ganz besonders, wenn die Leute auf Freunde bestanden haben. Das ist für die KI sicherlich ein dickes Warnsignal und führt dann ggf. zu einer Sperrung. Ich will nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn auf meiner Website die Leute lieber per Freunde zahlen, statt über mein Bezahlsystem, welches mir Gebühren einbringt, wäre das für mich aber ein ganz starkes Signal für möglichen Betrug. Ihr versteht schon, was ich meine :smiley:

Also ich nutze das Kleinanzeigen-Bezahlsystem auch nicht. Da erdreisted sich eine Plattform,
über mein Geld zu verfügen und dem Käufer irgendwelche Sicherheiten zu garantieren.
Auch bei deren Bezahlsystem kann es ein Betrüger doch genau gleich machen. Dieser erhielt
angeblich die Ware nicht, obwohl die Sendungsnummer überprüfbar ist. KA hält erstmal den
Betrag zurück und man soll als Verkäufer dann noch zusätzlich nachweisen, daß der
Gegenstand verschickt wurde. Geht ja gar nicht. Wenn der Käufer erklärt, daß er die Ware
nicht erhalten hat, dann bekommt er recht. Geld wird nicht aubezahlt und geht an den
Käufer zurück. Die Ware hat er natürlich - und natürlich dann kostenlos!

Bei Paypal ist das nicht so einfach. Wenn ich dort mit meiner Sendungsnummer
nachverfolgbar beweisen kann, daß die Ware ausgeliefert wurde, dann hat der Käufer
schlechte Karten und bekommt sein Geld nicht zurück. Nur wenn eine Sendungs-Nr. nicht nachverfolgbar ist, dann kann es klemmen. Deshalb versende ich immer mit nachverfolgbarer
Sendungs-Nr. und immer mit Paypal Käuferschutz. So sind beide Seiten geschützt.
Daß es diese Pishing-Mails gibt, nun ja, es ist eine Betrugsart, um an Konten von Verkäufern
zu kommen. Das sollte eine Lehre sein, niemals auf solche Links zu klicken, sondern immer
nur direkt ins Konto gehen, wenn man eine Zahlungs-Benachrichtigung erhält. Ich klicke nie
auf solche Links. Immer direkt auf sein Konto gehen. Besonders wenn man seine Verkaufs-/Kaufabwicklungen über ein Mobilphone macht.
Mit dem heutigen Internet werden auch die Betrüger schlauer und finden allerlei Wege,
um an anderer Leute Geld zu kommen.
Deshalb warnt ja auch jede Bank und sogar Paypal, daß man besser auf keine Links
klicken soll, sondern immer direkt aufs Konto gehen soll.

Lug und Trug auf Kleinanzeigen gibt es immer wieder, genauso wie es schon immer
Lug und Trug überall gegeben hat. Damals über Kleinanzeigen in Zeitungen, heute
eben im Internet. Ist doch das gleiche, nur eben ausgewiefter. Deshalb muß man
heute wie damals vorsichtig sein.
Hier ein wichtiger Tipp:
Seine Paypal-Adresse und Bankverbindung immer nur erst dann herausgeben,
wenn man die Adresse und Telefonnummer des Käufers bekommen hat. Vorher gebe
ich nie meine Daten raus. Käufer, die es ernst meinen, machen das dann auch
ohne Frage. Dann weiß man, an wen man seine Zahlungsdaten geschickt hat.
Die Adresse und Telefonnummer bzw. Email benötigt man dann ja ohnehin für
den Versand, also kann der Käufer diese auch schon mal senden. Dann bekommt
er die Zahlungs-Details. Wenn das jemand nicht macht, dann ist was faul und man
läßt es lieber sein.

Viele Grüße

Ich bin schon viele Jahre bei Kleinanzeigen. Betrüger erkenne ich inzwischen relativ schnell und mache mir ab und zu einen Spaß mit denen. Was mir in den letzten Wochen die Nutzung von Kleinanzeigen massiv vermiest, ist das neue Bewertungssystem.

Früher: Man musste jeweils zwei Nachrichten miteinander austauschen, um das Gegenüber 24 Stunden später bewerten zu können. So gab es zumindest noch die Option, nach einer Nachricht den Kontakt abzubrechen, wenn der Interessent komisch war.

Jetzt: Mir wird selbst nach nur einer ausgetauschten Nachricht 24 Stunden später die Option zu einer Bewertung mit einem bis fünf Sternen gegeben. Gibt mir zwar die Chance, unverschämte Nutzer entsprechend zu bewerten, aber ich sehe jetzt schon unheimlich viele unberechtigte Rache-Bewertungen. Und die kann man dann nicht mal einfach mehr entfernen lassen, weil der „Interessent“ einfach Ghosting als Grund angibt. Wenn Kleinanzeigen das weiter durchzieht, ist bald das Beweertungssystem komplett kaputt.

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Mir ist es jetzt wieder passiert.

Käufer schreibt mich an das die Paypal-Zahlung nicht funktioniert hat und ich eine Mail bekomme über die ich die Zahlung „abholen“ kann :grin:

Die Mail kommt über Omnova (sogar gültig DKIM-Signiert von omnova.net) und ist mit einem Phishing-Link ausgestattet.

Hab ihm geschrieben das er andere verarschen kann, den Account bei Kleinanzeigen gemeldet und für weitere Kontakte mit mir gesperrt.

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oha…
was ich allerdings nicht verstehe: absender alibaba?
könnte ein mitarbeiter sein…oder ähnlich…

grafik

Ich übersetze „Nachrichten-ID“ zum üblichen Message ID, siehe Message-ID – Wikipedia

Es braucht keinen allzu „bösen“[tm] Menschen, um eine fremde Domain in den rechten Teil einer Message-ID einzutragen. Zulässig ist es, gemacht wird es üblicherweise nicht. Würde ich „böse“[tm] Emails versenden wollen, würde ich selbstverständlich eine Domain für die Message-ID wählen, die als gutartig gilt und niemals meine eigene.

Zur Verfolgung von Emails schaut man sich die „Received:“-Zeilen an. Es können mehrere sein, die ersten können bereits „irrtümlich“ vom Absender im Header der Email eingetragen worden sein, um den tatsächlichen Weg etwas zu verschleiern. D.h. zur Nachverfolgung prüft man die Received-Zeilen vem Ende her auf Plausibilität, was nicht immer einfach oder eindeutig ist.

Gruß

Solange Ihr bei Eurer Bank keine beleghaften Überweisungen nutzt solltet Ihr diese auf Jeden Fall dort sperren lassen!

Ich hatte selbst den Fall das ein angeblicher Interessent, meine Kontodaten abgefragt hat für die Überweisung des Kaufpreises.

Danach habe ich von ihm nichts mehr gehört.

Irgendwann fragte meine Bank bei mir nach ob das richtig wäre das ich 700 Euro nach Polen überweisen möchte.

Danach habe ich bei meiner Bank beleghafte Überweisungen sperren lassen, somit ist es nicht mehr möglich unberechtigte Abbuchungen durchzuführen.

Die Masche ist das Überweisungsbelege mit einer gefälschten Unterschrift abgegeben, bzw. mit der Post an die Bank geschickt werden.

Diese Unterschrift kann im geschilderten Fall eher nicht dem Original ähnlich sehen. Insofern steht die Bank in der Pflicht ihre Aufgabe der Kontrolle wahrzunehmen, was sie offensichtlich tat. Falsche Überweisungsaufträge auf Papier gab’s „schon immer“, auch zu Zeiten vor dem Online-Banking, daher die Kontrolle der Unterschrift als Authentifizierungsmerkmal.

Gruß

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Ja das ist völlig korrekt, wobei Überweisungen inzwischen nicht mehr händisch geprüft werden sondern automatisch durch die Systeme der Rechenzentren.

Das ich in meinem Fall benachrichtigt wurde lag nicht an der gefälschten Unterschrift sondern daran das ich selber in der Bank als IT-ler arbeite und die Kollegin hat mich angerufen da es ihr komisch vorkam.

Natürlich ist die Bank regresspflichtig wenn die Unterschrift gefälscht war, aber wenn man nur selten auf sein Konto guckt kann es sein das einem eine solche Abbuchung erst spät auffällt.

Es gibt inzwischen auch keine manuellen Abgleich mehr zwischen IBAN und dem Namen, dafür ist der Überweisende selbst zuständig und die Bank ist fein raus.

Beim Online Banking wird man zumindest zum Teil darauf hingewiesen wenn IBAN und namen nicht zusammen passen, überweisen kann man aber trotzdem.

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Das ist doch völliger Blödsinn. Das alleine ist doch kein Grund anzunehmen, der VK würde betrügen. Ich akzeptiere nur Paypal-Freunde weil ich ein privater Verkäufer bin und somit jegliche Haftung, Gewährleistung, Rückgabe etc. ausschließen darf, kann und dieses Recht auch wahrnehme.

Akzeptiere ich dagegen PP Waren-Dienstleistungen ist das eine Art von Gewährleistung oder Haftung.

Im Gegenzug könnte man behaupten, der Käufer will betrügen wenn er mit PP WD bezahlen möchte oder über das KA-System. Weil er nach Erhalt des Paketes dann behaupten könnte mit der Ware wäre etwas nicht in Ordnung oder er das Paket trotz Zustellnachweis nicht erhalten hat.

Kommt tatsächlich ja auch oft genug vor.

Das KA davor warnt ist ja klar, ist gibt ja auch oft genug Probleme. Aber der Hauptgrund ist, dass sie an ihrem Bezahlsystem ja verdienen.

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Ich zitiere: „Bei Paypal ist das nicht so einfach. Wenn ich dort mit meiner Sendungsnummer
nachverfolgbar beweisen kann, daß die Ware ausgeliefert wurde, dann hat der Käufer
schlechte Karten und bekommt sein Geld nicht zurück.“

Das ist mit Vorsicht zu genießen. Der Käufer könnte auch behaupten, im Paket wäre nicht die bestellte Sache sondern irgend etwas minderwertigeres gewesen oder die Sache wäre defekt. Dann nützt dir deine Sendungsnummer wenig bis gar nicht.

Die Bankverbindung überhaupt nicht herausgeben!!! Ein Betrüger könnte einen Überweisungsschein mit deinen Daten ausfüllen und sich Geld auf sein Konto überweisen. Schon mal was von sogenannten Weiterleitungskonten bei der Postbank gehört? Einfacher geht es nicht.

Die Adresse lasse ich mir auch immer geben, nützt im Fall der Fälle aber auch nichts. Der Käufer kann eine falsche Adresse angeben und auf dem Versandweg leitet er die Sendung einfach je nachdem an Packstation oder Paketshop um.

Eine Mailadresse benötigst du für den Versand nicht unbedingt. Bei Hermes nur bei Lieferung an Paketshop. Bei Nachhauselieferung ist dies optional sowie auch bei DHL grundsätzlich optional.

Ich habe vor vielen Jahren selbst mal bei einer großen Bank in der Abteilung gearbeitet wo ÜW-Belege gescannt und bearbeitet wurden. Ich kann dir sagen, dass die Unterschrift nur bei Beträgen über 10.000 € geprüft wurde.