Kleinanzeigen Bewertungsliste - nicht mehr abrufbar?

Bei Kleinanzeigen ist es nicht mehr möglich, eine Bewertungsliste per E-Mail unter bewertungen@kleinanzeigen.de anzufordern.

Eine Ersatz-E-Mail-Adresse existiert nicht, ebenso besteht keine Möglichkeit mehr, sich die vollständige Bewertungsliste zusenden zu lassen.

Das finde ich sehr schade.

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Ich habe gestern noch meine vollständige Bewertungsliste per E‑Mail erhalten. Bei mir hat es also weiterhin funktioniert.

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Überprüfung deiner Bewertung

Ich kenne die E-Mail Adresse ,Sie steht doch in meinen Text den ich oben Geschrieben habe. Ich habe eine E-Mail von Kleinanzeigen erhalten das es eingestellt wurden ist. Kann ja sein das es gestern noch bei dir geklappt hat, das heiß aber nicht das es heute oder Morgen noch klappt . Kann ja sein das Sie es nicht sofort bei allen sofort aus Abschalten sondern nach und nach.

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Es könnte sein, dass es bei privat abgeschaltet wurde. @2000_followers hast du als gewerblicher Nutzer die Bewertungsliste angefragt? @Einhorn6665 vielleicht hilft es, einfach nochmal anzufragen?

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Ich habe es mehrfach versucht:
Gestern habe ich zweimal die Bewertungsliste angefragt, heute noch einmal – jedes Mal kam die identische automatische Antwort, dass diese E-Mail-Adresse nicht mehr bearbeitet wird und man den Hilfebereich nutzen soll (siehe Foto im Anhang).

Nach meinem Eindruck ist die Anfrage der vollständigen Bewertungsliste per E-Mail komplett eingestellt worden.
Eine Ersatz-Adresse gibt es nicht, und über den Hilfebereich erhält man keine vollständige Übersicht der eigenen Bewertungen.

Was ich dabei nicht ganz nachvollziehen kann:
Wenn Nutzer eine negative Bewertung löschen lassen möchten, müssen Kleinanzeigen-Mitarbeiter diese Anfragen ja ebenfalls lesen und bearbeiten.
Offenbar wird hier einfach an Service gespart – Zeit, Aufwand und Kosten sollen reduziert werden.

Für die Nutzer ist das schade, denn die eigene Bewertungshistorie gehört für mich zur Transparenz.
Ich gehe daher davon aus, dass die Zusendung der Bewertungsliste dauerhaft und für alle Nutzer abgeschafft wurde.

Falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat, kann er sie gern teilen – bei mir war es jedenfalls jedes Mal dieselbe Antwort.

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Richard Ja, ich habe die Bewertungsliste als gewerblicher Nutzer angefordert.

Einhorn6665 Ich kann die Erfahrung bestätigen, dass Kleinanzeigen beim Thema Transparenz extrem zurückhaltend ist. Das passt leider zu einer allgemeinen Entwicklung der Plattform: Die Performance geht in vielen Bereichen spürbar bergab, während gleichzeitig Funktionen gestrichen oder verschlechtert werden.

Gerade beim Bewertungssystem ist es für mich völlig unverständlich, dass wir im Jahr 2026 immer noch kein transparentes System haben, keine sichtbaren Textbewertungen, keine einsehbaren Profile der Bewertenden, keine vollständige Historie. Ein modernes Bewertungssystem würde Vertrauen schaffen, aber möglicherweise auch weniger Angst und Unsicherheit. Und genau diese Unsicherheit scheint für Kleinanzeigen geschäftlich attraktiv zu sein, denn sie treibt viele Nutzer in kostenpflichtige OPP‑Optionen. „Fear sells“ trifft es leider ziemlich gut.

Unterm Strich wirkt es so, als stünde das Geschäftsmodell klar über dem Nutzerinteresse. Viele Entscheidungen der letzten Jahre haben die Plattform eher geschwächt als gestärkt, und die Abschaffung der Bewertungsliste fügt sich da nahtlos ein.

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Als weiteres Beispiel für die massive Intransparenz und die sehr freie Interpretation von „Fakten“ bei Kleinanzeigen möchte ich etwas teilen, das mir erst kürzlich aufgefallen ist.

Da die Sichtbarkeit auf der Plattform (für Pro‑Nutzer wie auch für private Accounts) seit Monaten dramatisch sinkt, haben wir überlegt, ob wir Kleinanzeigen zumindest als Drittanbieter‑Werbefläche testen sollten. Also klassische Bannerwerbung, direkt verlinkt auf unsere Website.

Im Hilfebereich bin ich dann auf diese Seite gestoßen:

Dort wirbt Kleinanzeigen mit folgendem Wert: „36,25 Mio. monatlich aktive Nutzer, maximale Reichweite für Ihre Werbung (Quelle: AGOF digital facts Jan Einzelmonat)“

Das Problem ist weniger, dass die Zahl „falsch“ wäre, sondern dass sie veraltet ist und ein völlig verzerrtes Bild vermittelt. Seit 2023 haben IVW und Statista einen massiven Einbruch der Seitenaufrufe dokumentiert. Wir reden hier nicht von ein paar Prozent, sondern von Verlusten im Bereich von Milliarden Page Impressions, wohlgemerkt: auditiert, schwarz auf weiß.

Und wie reagiert Kleinanzeigen auf diese Entwicklung? In bester „Transparenz“-Tradition hat man die Zusammenarbeit mit der IVW einfach beendet. Wenn die Zahlen steigen, ist Transparenz ein Vorteil. Wenn sie fallen, wird Transparenz plötzlich zum Risiko.

Das ist ein gewaltiger Unterschied. Also habe ich mich gefragt: Wer oder was ist eigentlich diese „AGOF“, auf die sich Kleinanzeigen beruft? Die Antwort ist… aufschlussreich:

Die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung e.V. befindet sich in Auflösung/Liquidation.
Auf der offiziellen Seite steht wörtlich, dass Gläubiger ihre Forderungen bei der Liquidatorin anmelden sollen. Mit anderen Worten: Kleinanzeigen stützt seine aktuellen Werbeversprechen auf eine Organisation, die es faktisch nicht mehr gibt.

Genau dieses Muster zieht sich durch viele Bereiche der Plattform: Sobald Daten oder Funktionen nicht mehr ins gewünschte Narrativ passen, verschwinden sie. Die Nutzung verlagert sich, die Performance sinkt, aber nach außen wird weiter mit Hochglanz‑Reichweiten geworben, die auf Quellen basieren, die es faktisch nicht mehr gibt.

Das ist zu 100 % Kleinanzeigen‑Style: maximale Intransparenz, kreative Zahlen, und ein Geschäftsmodell, das sich zunehmend von der Realität der Plattform entfernt.

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