Es war nur eine Frage der Zeit. Kleinanzeigen.de hat seinen „Käuferschutz“ jahrelang als Sicherheitsnetz verkauft… natürlich gegen Gebühren, versteht sich. Und jetzt stellt sich heraus: Ein großer Teil dieses angeblichen Schutzes existiert nur auf dem Papier.
Die Verbraucherzentrale Baden‑Württemberg hat endlich die Reißleine gezogen und klagt gegen Kleinanzeigen, weil die Bedingungen des Käuferschutzes bewusst intransparent gehalten wurden. Während Kleinanzeigen also fleißig Gebühren kassiert, bleibt der Nutzer im Zweifel komplett ungeschützt. Aber Hauptsache, das Geld fließt.
Dieses Transparenzdefizit ist kein Einzelfall, sondern wirkt wie ein strukturelles Element der Geschäftsführung von Kleinanzeigen. Die Plattform vermeidet seit Langem offenzulegen, wie stark sowohl die externe als auch die interne Sichtbarkeit eingebrochen ist. Unabhängige Prüfer wie die IVW wurden ausgeschlossen, Reichweitenkennzahlen werden nicht mehr offen kommuniziert, und gleichzeitig steigen die Preise kontinuierlich – trotz einer messbaren Reduktion der tatsächlichen Sichtbarkeit. Nutzer zahlen immer höhere Gebühren für immer geringere Ergebnisse, ohne auch nur ansatzweise Einblick in die zunehmend schlechtere Performance ihrer Anzeigen zu erhalten.
