Kleinanzeigen.de: Preiserhöhung +24,45 % für weniger Leistung

Im Februar 2026 werden viele Pro-Nutzerinnen und -Nutzer mit einer Preissteigerung von 24,45 % gegenüber Februar 2025 konfrontiert.

Die aktuelle Situation für kommerzielle Nutzer von Kleinanzeigen.de:

  • Sichtbarkeit im freien Fall: Laut Sistrix –40 % seit der Domain-Umstellung. Weniger Reichweite, weniger Traktion.

  • Null Transparenz: Keine verifizierten Traffic-Daten, keine Mitgliedschaft in der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW).

  • Rückgang der Verkäufe: Das Layout ist überflutet mit Drittanbieter-Werbung, oft in direkter Konkurrenz zu den Angeboten der Plattformnutzer, teilweise mit identischen Produkten direkt neben den Anzeigen der Nutzer.

  • Manipulierte Zahlen: Der Anzeigenzähler wird seit Monaten künstlich aufgebläht, mit leeren Serien zur Erhöhung der Gesamtzahlen.

  • Nützliche Funktionen entfernt: Die Druckfunktion für Anzeigen ist verschwunden.

  • Unsinnige Funktionen eingeführt: Sehen, wer Ihnen folgt … ernsthaft?

  • Pro-Statistiken abgewertet: Nur die letzten 30 Tage sind einsehbar, und selbst das funktioniert nicht zuverlässig. Für professionelle Verkäufer schlicht unbrauchbar.

  • Ständige technische Probleme: Vor wenigen Wochen konnten kommerzielle Nutzer ganze 12 Tage lang keine neuen Anzeigen veröffentlichen. Kleinanzeigen benötigte nicht nur 12 Tage zur Behebung, sondern schob die Verantwortung fälschlicherweise auf PayPal.

Das größere Bild

Seit der Übernahme durch Adevinta und der anschließenden Kontrolle durch Finanzinvestoren verliert Kleinanzeigen Jahr für Jahr an Relevanz. Weniger Besucher, weniger Vertrauen, weniger Verkäufe, aber immer höhere Preise für professionelle Nutzer.

Die aktuelle Preiserhöhung von 24,45% ist nicht nur eine weitere Belastung. Sie ist der Wendepunkt.
Viele kommerzielle Nutzer werden die Plattform verlassen.

Frage an die Community:
Was halten Sie von dieser neuen Preissteigerung?

@2000_followers Kannst du bitte noch ein paar Quellen und Belege mit anfügen? Danke dir.

Kannst du ein bisschen genauer sagen, welche Punkte du meinst?
Zu fast allen findest du die Quellen und Belege schon in meinen älteren Beiträgen und auch in den Posts anderer Nutzer hier im Forum.

Das müsste man sich halt alles zusammen suchen :wink: Gut wäre, Screenshot zu Sistrix, Link zu IVW wo zB Mitglieder aufgelistet sind, Wie genau kann “Manipulierte Zahlen” bewiesen werden?, “Pro-Statistiken abgewertet” die wurden zuletzt umgestellt und es könnte sein, dass der Zeitraum in Zukunft noch größer angegeben werden kann.

Verstehe mich nicht falsch, ich kämpfe nicht für die eine oder andere Seite, mir ist wichtig, zu den Behauptungen und Aussagen auch Beweise / Belege aufzuzeigen.

Klar ist, die Preise werden im Februar angehoben! Auch wurde zuletzt die “Anzeige drucken” Funktion entfernt.

Bezüglich der Funktion “Wer mir folgt”: Ich finde die sehr nützlich, denn damit lässt sich einsehen, wer konkret folgt und man kann unerwünschte Follower entfernen. Klar, wer es darauf ankommen lässt, speichert sich einfach den Link zum Benutzer.

Hier die konkreten Werte der Preisänderung:

Basic:

Paket Alter Preis Neuer Preis Veränderung
1 Anzeige 35 € 35 € 0 %
Bis 5 Anzeigen 45 € 45 € 0 %
Bis 10 Anzeigen 59 € 59 € 0 %
Bis 25 Anzeigen 85 € 89 € +4,71 %
Bis 50 Anzeigen 99 € 105 € +6,06 %
Bis 100 Anzeigen 165 € 179 € +8,48 %
Bis 200 Anzeigen 225 € 239 € +6,22 %
Bis 400 Anzeigen 259 € 285 € +10,04 %

Power:

Paket Alter Preis Neuer Preis Veränderung
1 Anzeige 39 € 39 € 0 %
Bis 5 Anzeigen 89 € 89 € 0 %
Bis 10 Anzeigen 125 € 129 € +3,20 %
Bis 25 Anzeigen 175 € 179 € +2,29 %
Bis 50 Anzeigen 199 € 209 € +5,03 %
Bis 100 Anzeigen 325 € 349 € +7,38 %
Bis 200 Anzeigen 449 € 479 € +6,68 %
Bis 400 Anzeigen 519 € 569 € +9,63 %

Premium:

Paket Alter Preis Neuer Preis Veränderung
1 Anzeige 49 € 49 € 0 %
Bis 5 Anzeigen 129 € 129 € 0 %
Bis 10 Anzeigen 185 € 189 € +2,16 %
Bis 25 Anzeigen 259 € 269 € +3,86 %
Bis 50 Anzeigen 299 € 315 € +5,35 %
Bis 100 Anzeigen 489 € 529 € +8,18 %
Bis 200 Anzeigen 679 € 729 € +7,36 %
Bis 400 Anzeigen 779 € 859 € +10,28 %

Hier meine Rechnung von Kleinanzeigen-de für den kompletten Monat Februar 2025 (siehe Bild): 229,- EUR + MwSt … Ich muss es deshalb nochmals betonen: Viele Pro-Nutzer von Kleinanzeigen werden im Februar 2026 ganze 24,45 % mehr bezahlen.

Die Teuerung (Inflation) der letzten 12 Monate lag bei 2,3 %, exakt derselbe Wert wie von 02/2024 bis 02/2025. Man kann also sagen, dass die Inflation in Deutschland über 24 Monate bei ca. 4,65 % liegt … Germany Inflation Rate

In diesem Zeitraum von 24 Monaten hat Kleinanzeigen die Preise jedoch um mehr als 20 % über das Marktniveau hinaus erhöht, während die Leistung der Plattform (Sichtbarkeit, Besuche, Nutzererlebnis usw.) deutlich bergab geht.

Warum? Das nennt man Monopol und fehlende Kontrolle durch die Kartellbehörden.

Natürlich werde ich in den nächsten Tagen meinen ersten Beitrag Punkt für Punkt mit Quellenangaben erläutern. Ich werde dabei besonders darauf eingehen, wie Kleinanzeigen-de die Gesamtzahl der Anzeigen verzerrt, die früher der letzte verlässliche Indikator für die Aktivität auf der Plattform war, seit Kleinanzeigen die Zusammenarbeit mit IVW eingestellt hat.

Ich werde auch einige weitere interessante Punkte hinzufügen, darunter, wie Kleinanzeigen (durch Steueroptimierung über Adevinta) in den letzten Jahren trotz eines Jahresumsatzes von mehr als 250 Millionen Euro fast keine Körperschaftssteuer gezahlt hat … kleinanzeigen.de GmbH, Berlin

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Die Frage die ich mir vor allem stelle ist, wohin wandern die Unternehmen dann ab? Welche anderen Plattformen sind noch attraktiv neben Kleinanzeigen? Gibt es überhaupt andere attraktive Plattformen? Denn wenn nicht, dann muss man die Preiserhöhung eben so lange mitmachen, bis man gezwungen ist, andere Plattformen zu nutzen, oder man gibt die Welt der Kleinanzeigen als Vertriebs- und Verkaufskanal auf.

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Ich beobachte seit über 7 Jahren monatlich mehr als 50 Nutzer und Wettbewerber auf Kleinanzeigen. Das Ergebnis ist eindeutig:

  • 80 % der privaten Nutzer, die vor 5 Jahren noch aktiv waren, haben heute keinerlei Anzeigen mehr.

  • Viele der wichtigeren gewerblichen Verkäufer, die früher ausschließlich auf Kleinanzeigen gesetzt haben, haben sich inzwischen breiter aufgestellt. Das Muster ist fast immer gleich: zuerst eine eigene Website, dann eine Präsenz auf eBay, schließlich auch auf Otto.de und/oder Amazon.

Man muss bedenken: Die monopolistische Macht von Kleinanzeigen beruht fast ausschließlich auf den Synergien von Immobilien, Autos und Jobs. Ohne diese Kategorien wäre Kleinanzeigen lediglich ein großer Wettbewerber, aber kein Monopolist.

Der Großteil der Einnahmen von Kleinanzeigen stammt von Drittanbieter‑Werbung. Diese Kunden werden systematisch bevorzugt, während gewerbliche und professionelle Nutzer auf eine deutlich schlechtere Sichtbarkeit zurückgedrängt werden. Dieses Ungleichgewicht ist kein Zufall, sondern ein klarer Interessenkonflikt, der die Glaubwürdigkeit der Plattform untergräbt und ihrer Nutzerbasis schadet.

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Kleinanzeigen hat eine Preiserhöhung von bis zu 24 % für Pro‑Pakete angekündigt, begründet mit neuen Funktionen. In Wirklichkeit sind diese Funktionen nicht nur fragwürdig, sondern gefährden sogar die Sichtbarkeit zusätzlich. Ich werde niemals unaufgefordert Nachrichten an private Nutzer senden, die mir dafür nicht ausdrücklich ihre Zustimmung gegeben haben. Und Kennzeichnungen wie „schneller Versand“ oder „Verkäufergarantie“ stempeln professionelle Anzeigen für viele private Nutzer instinktiv als unattraktiv ab. Das Ergebnis ist klar: ein weiterer super‑teurer und nutzloser Rückgang der Sichtbarkeit für Pro‑Nutzer.

Kleinanzeigen führt eine „Verbesserung“ nach der anderen ein, Funktionen dritter oder vierter Ordnung, die aus Sicht von Sichtbarkeit und Vertrauen absolut nutzlos sind. Gleichzeitig bleibt das wichtigste Defizit der Plattform unangetastet, ein Defizit, das allen Nutzern und sogar der Gesellschaft (Polizei, Justiz usw.) viel Geld kostet: ein Bewertungssystem aus der Jurazeit.

Ich habe in den letzten Jahren über 10.000 Kunden auf Kleinanzeigen bedient, mit tausenden Bewertungen, 99,80 % tip‑top. Wer weiß das? Nur ich und der Support von Kleinanzeigen. Kein einziger Nutzer der Plattform kann erkennen, ob meine Top‑Bewertungen von 10 Kunden oder von 3.000 Kunden stammen. Niemand kann ein Wort darüber lesen, wie schnell ich versende, wie sorgfältig ich verpacke, wie reibungslos ich Rücksendungen bearbeite oder wie hochwertig die Produkte sind. Niemand weiß irgendetwas.

Das Einzige, was wir Nutzer wissen: Das Bewertungssystem ist ein Witz, und funktioniert nicht einmal so, wie Kleinanzeigen es auf seiner eigenen Hilfeseite beschreibt. Warum? Weil ANGST VERKAUFT … allerdings nur für Kleinanzeigen-de …

Noch mehr, meiner Meinung nach, ist das neue Label „Verkäufergarantie“ aus rechtlicher Sicht höchst fragwürdig. Es erinnert stark an die alte Diskussion um den Hinweis „versicherter Versand“, den Gerichte als irreführend eingestuft haben. Warum? Weil der Verkäufer ohnehin immer das Versandrisiko trägt, ein gesetzlicher Standard, der fälschlich als besondere Leistung dargestellt wurde.

Genauso verhält es sich hier: Jeder gewerbliche Verkäufer ist gesetzlich verpflichtet, eine Gewährleistung von zwei Jahren auf neue Produkte zu gewähren (und mindestens ein Jahr auf gebrauchte Produkte) sofern dies klar angegeben wird. Wenn Kleinanzeigen nun ein Label wie „Verkäufergarantie“ einführt, wird erneut eine gesetzliche Pflicht als freiwillige Zusatzleistung verkauft.

Das ist nicht nur nutzlos für Sichtbarkeit und Vertrauen, sondern könnte sogar als irreführende Werbung und unlauterer Wettbewerb gewertet werden.

Ich habe kein Pro-Account und bin froh darüber!
So eine Preiserhöhung für eine Kleinanzeigen-Plattform ist
geradezu lächerlich. Sie treiben es eben so lange, bis sie
wieder verkaufen müssen oder ganz dicht machen. Das wird
allerdings kaum geschehen. Die Plattform ist ja gut. Wenn nur
die richtigen Macher am Werk wären und nicht geldgierige
Profit-Haie.
Vier alternative Ausweichmöglichkeiten sind:
Flinkanzeigen, Markt, Suchebiete und sogar Locanto.
Je mehr Verkäufer auf diese Plattformen parallel
wechseln, desto bekannter werden sie. Die sind
unkompliziert, der Support ist total freundlich und
antwortet auch kurzfristig. So wie es sein sollte.
Ich nutze inzwischen parallel Alternativen, nur für den Fall, daß
Kleinanzeigen in eine ungewollte Richtung geht.
Schaden kann es jedenfalls nicht, sich etwas breiter zu streuen.

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Ich stimme dir fast zu 100 % zu. Diversifikation ist im Leben wichtig, im Geschäftsleben sogar noch entscheidender. In der Wirtschaft gilt ein Markt dann als effizient, wenn Angebot und Nachfrage breit aufgestellt sind. Kein einzelner Akteur sollte die Preise dominieren können, weder auf Anbieter- noch auf Nachfrageseite.

In einem solchen Wettbewerbsumfeld wäre ein Anbieter mit überzogenen Preisen schnell ersetzbar. Aber genau das ist das Problem im deutschen Kleinanzeigen-Sektor: Kleinanzeigen kontrolliert faktisch das Angebot, weil es aktuell keinen echten Ersatz für den riesigen Marktanteil gibt.

Schau dir mal dieses Sichtbarkeits-Ranking von Sistrix an (Tabelle folgt): Alle anderen Plattformen zusammen erreichen nicht einmal 8 % der Sichtbarkeit von Kleinanzeigen-de …

Das bedeutet: Der Aufwand, den ein Pro-Nutzer auf alternativen Plattformen betreiben müsste (rechtliche Texte anpassen, Beschreibungen überarbeiten, hunderte Anzeigen pflegen, …) vervielfacht die Kosten. Und das alles mit der Erwartung, den Umsatz vielleicht um 8 % zu steigern? Für viele Geschäftsmodelle lohnt sich das schlicht nicht.

Die Plattform Kleinanzeigen.de hat einen Marktwert von über 5 Milliarden Euro, mit jährlichen Einnahmen von über 250 Millionen Euro. Das ist eine Geldmaschine, und sie wird nicht abgeschaltet. Im Gegenteil: Sie wird weiter „gemolken“, solange kein echter Wettbewerber existiert.

Deshalb: Ja, du hast recht: Diversifikation ist der richtige Weg, aber außerhalb des Kleinanzeigen-Marktes.

Übrigens: Ich liebe, was Flinkanzeigen macht. Das Design und das Plattformkonzept sind mein Favorit. Ich wünsche ihnen wirklich alles Gute, aber aktuell sind sie leider nicht mehr als ein Tropfen im Ozean…

vG

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Quoka nicht vergessen… :slight_smile: Wird aber auch nicht den Unterschied machen.

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Nein, nein, meine Tabelle zeigt nicht alle Akteure am Markt, sondern nur die Liste von SchoenesAltes plus Shpock :slight_smile:.

Wenn aktuell überhaupt jemand Kleinanzeigen ernsthaft wehtun kann, dann sind das Vinted und vielleicht noch eBay.

Aber wie ich bereits erwähnt habe: Kleinanzeigen hat einen „schmutzigen“ Vorteil gegenüber beiden, durch die Rubriken Immobilien, Autos und Jobs. Das ist kein fairer Wettbewerb.

Meiner Meinung nach müsste die Kartellbehörde eingreifen und Kleinanzeigen aufspalten, damit zumindest der Bereich Konsumgüter…

Vor wenigen Jahren schien YouTube unschlagbar. Heute sieht die Realität in Deutschland anders aus: Nutzer verbringen im Schnitt rund 35 Stunden pro Monat auf TikTok, gegenüber nur etwa 29 Stunden auf YouTube.

Hat irgendjemand noch Zweifel daran, dass auch Kleinanzeigen irgendwann sein eigenes „TikTok“ erleben wird? Ich nicht. Die einzige Frage ist: Wie viele Jahre müssen noch vergehen?

Die Mechanismen der Europäischen Union haben einen schweren Fehler begangen, als sie den Verkauf von Kleinanzeigen an Adevinta genehmigten. Die Mechanismen in Deutschland begehen einen weiteren schweren Fehler, indem sie die Missbräuche von Kleinanzeigen in Bezug auf Preise und Servicequalität dulden.

Das ist kein Nebenaspekt, es wird Konsequenzen haben.

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Versucht Kleinanzeigen bewusst, Pro‑Nutzer loszuwerden, vielleicht um bestimmte Geschäftssegmente einzustellen und die Aktivitäten gezielt zu Drittanbieter‑Werbung umzuleiten?

Man braucht sich nur die Suchergebnisse auf Kleinanzeigen anzusehen, kristallklar wird, wo das Hauptinteresse der Plattform liegt. Das Layout spricht für sich: Nutzeranzeigen gehen im Rot der Drittanbieter-Werbung fast vollständig unter:

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