Kleinanzeigen.de - Über 300 Werbe‑ und Tracking‑Partner

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Über 300 Werbe‑ und Tracking‑Partner auf Kleinanzeigen.** Eine Zahl in dieser Höhe ist alles andere als normal. Aus meiner Sicht zeigt das, dass Kleinanzeigen:

  • mehr Werbeeinnahmen benötigt
  • sinkende organische Aktivität kompensieren muss
  • unter Druck steht, jede einzelne Nutzerinteraktion zu monetarisieren
  • immer mehr Daten teilt, um Werbepartner zufriedenzustellen

Die Logik dahinter ist klar: Je mehr Werbung und Tracking eingebunden werden, desto schlechter wird die Nutzererfahrung, und desto stärker der Druck, Nutzer möglichst lange scrollen zu lassen, statt ihnen tatsächlich relevante Anzeigen anzuzeigen.

Was viele Nutzer nicht sehen: Kleinanzeigen arbeitet inzwischen aktiv gegen die Sichtbarkeit der Nutzer‑Anzeigen, indem eine enorme Menge externer Konkurrenz direkt in die Plattform integriert wird. Diese externen Werbeanzeigen erhalten:

  • längere Titel
  • Video‑Formate
  • Premium‑Platzierungen
  • deutlich mehr Sichtbarkeit als echte Nutzer‑Inserate

Während private und gewerbliche Verkäufer also Reichweite verlieren, erhalten externe Werbekunden überall privilegierte Flächen.

Das ist kein kleines Detail. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Kleinanzeigen von einem Marktplatz zu einer Werbemaschine entwickelt.

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sorry, aber ich glaube den meisten leute ist das latte.
ich benutze 2 addblocker, ich sehe 0 werbung, und ich denke das der gros der leute das auch benutzt, diesen hier oder andere.
von daher können sie schalten soviel sie wollen, wir sehen es ja nicht.
im gegenteil für dich, ich sehe deine werbung nicht, , was mich ehrlich bei den vielen inserenten auch nicht interessiert, wenn ich gerade nicht danach suche wie die meisten von uns.
sollte ich was spezielles brauchen, so finde ich auch dich, von daher ist es mir pers. nicht so schlimm.

ist nicht pers. gemeint…

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Sorry, aber AdGuard (und ähnliche Tools) können nur einen Teil der externen Werbung und Tracking‑Skripte blockieren. Was sie nicht blockieren können, sind die internen Werbe‑ und Tarnanzeigen von Kleinanzeigen, also genau jene Inhalte, die direkt mit den Inseraten der Plattformnutzer konkurrieren.

Dazu gehören:

  • „Sponsored“-Listings, die wie normale Anzeigen aussehen
  • „Partnerangebote“
  • „Empfohlene Anzeigen“
  • „Top‑Deals“
  • „Angebote aus dem Web“ (als First‑Party‑Content ausgeliefert)
  • Anzeigen mit längeren Titeln, Videos und Sonderformaten
  • externe Werbekunden, die innerhalb des Feeds erscheinen, aber technisch von Kleinanzeigen selbst ausgeliefert werden

AdGuard blockiert nur das, was von außen kommt. Die von Kleinanzeigen selbst eingebetteten Anzeigen kommen von innen, und bleiben daher sichtbar.

Wenn Sie sich den Jahresabschluss von Kleinanzeigen ansehen, wird sehr schnell klar, woher der Großteil der Einnahmen stammt. Die meisten Nutzer konsumieren (bewusst oder unbewusst) enorme Mengen an Drittanbieter‑Werbung auf dieser Plattform, und genau diese Werbung ist inzwischen die größte Konkurrenz zu den Inseraten der eigentlichen Nutzer.

nope :slight_smile:

das einzigste das ich sehe, ist „das könnte dich auch interessieren“, mehr nicht…

das ist alles, und das schon sehr sehr lange. und das ist gut so.
gerne würde ich ein pic von meinem browser posten, jedoch möchte ich gerne anonym bleiben.

raralell habe ich noch den nervenschoner installiert: Browser-Plugin "Nervenschoner" - endlich ungestört surfen | Verbraucherzentrale Bayern

Alles gut, aber Ihre persönliche Browser‑Konfiguration ist nicht die Realität der Plattform :slight_smile:. AdGuard + Nervenschoner können externe Werbung ausblenden, aber sie entfernen nicht die internen Werbe‑ und Konkurrenzanzeigen, die Kleinanzeigen selbst in den Feed einbaut.

Die meisten Nutzer sehen diese Inhalte, und ein Blick in den Jahresabschluss zeigt sehr deutlich, warum: Allein im Jahr 2021 erzielte Kleinanzeigen rund 104,8 Millionen Euro aus Drittanbieter‑Werbung. Das entsprach damals etwa 60 % der gesamten Plattform‑Einnahmen.

Das bedeutet: Um solche Summen zu erreichen, müssen Milliarden von Werbeeinblendungen ausgeliefert werden. Und genau diese Werbeflächen sind heute die größte Konkurrenz zu den echten Nutzer‑Inseraten.

Zusätzlich wäre es wirklich interessant zu wissen, ob es eine Korrelation zwischen den vielen Nutzern gibt, die von Kleinanzeigen blockiert werden, und deren „nicht ausreichender“ Profitabilität für die Plattform, insbesondere, wenn sie mit Adblockern unterwegs sind.

ja, dem ist so, ich sehe keine werbung.

wie schon gesagt, ich sehe auch keine interne werbung, nichts, null.
sei es in FF, chrome noch edge.
in keinem der 3, zudem kann man auch händisch blockieren, das war sicherlich mal der fall.
außerdem kann man die partner deaktivieren, unter einstellungen.
höchstens in der app, aber die benutze ich sehr sehr selten wenn ich unterwegs bin.

und ich bin froh das es so ist, und ich denke, der gros der user haben einen addblocker, und nicht die meisten der benutzen, ich würde soweit gehen, das alle einen haben, bis auf paar ausnehmen.

vg

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@2000_followers Ich schließe mich @HerrDoctor an - auch ich habe AdGuard installiert und würde meinen, keine Werbung zu sehen, auch keine interne. Man kann das ja sehr gut vergleichen, wenn man die AdBlocker mal deaktiviert. Dann erscheinen auch die erwähnten Werbeanzeigen, die sehr ähnlich wie Anzeigen aussehen, aber keine sind. Ist der AdBlocker aktiviert, dann ist das alles komplett entfernt. Ich beziehe mich nur auf die Web-Version. Für die App bräuchte man wsl. einen Proxy AdBlocker.

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Richard Das ist alles nachvollziehbar, aber genau hier liegt der entscheidende Punkt:
Einige technisch versierte Nutzer können sich mit AdGuard, Nervenschoner oder manuellen Filtern eine relativ „saubere“ Web‑Version bauen. Das ändert jedoch nichts an der Realität der Plattform.

Wenn Kleinanzeigen im Jahresabschluss rund 104 Mio. Euro Umsatz aus Drittanbieter‑Werbung ausweist (ca. 60 % der Gesamteinnahmen), dann ist klar, dass die große Mehrheit der Nutzer diese Werbung tatsächlich sieht. Solche Summen entstehen nur durch Milliarden von Werbeeinblendungen. Dass einzelne Nutzer mit speziellen Setups kaum Werbung sehen, ist völlig in Ordnung … aber es ist nicht repräsentativ für die Masse.

Und genau deshalb ist eine Frage besonders wichtig: Lässt sich ein Adblocker auch in der Kleinanzeigen‑App nutzen? Denn dort laufen die meisten Werbeimpressionen, und dort funktionieren klassische Adblocker in der Regel nicht. Für die Mehrheit der Nutzer ist die App der Hauptzugang – und genau dort wird die komplette Menge an Drittanbieter‑Werbung und internen Werbeeinblendungen ausgeliefert.

Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Der Hauptzugang zu Kleinanzeigen findet heute über das Smartphone statt, und ein großer Teil davon über die App. Genau dort funktionieren klassische Adblocker nicht.

Wenn man sich zusätzlich die offiziellen Zahlen ansieht, wird es noch deutlicher:

  • 104 Mio. Euro Umsatz aus Drittanbieter‑Werbung (nur 2021)
  • das entspricht rund 60 % der gesamten Einnahmen
  • solche Summen entstehen nur, wenn die Mehrheit der Nutzer die Werbung tatsächlich sieht

Werbekunden zahlen keine 104 Mio. Euro dafür, nicht massiv ausgespielt zu werden.

VG

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da stimme ich dir zu.

dem kann ich nichts hinzufügen.

vg

Wenn du dir die letzten von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW) geprüften Zahlen aus 2024 anschaust (also das letzte Jahr, bevor Kleinanzeigen aus der IVW ausgestiegen ist), wird das Bild ziemlich eindeutig: Rund 84,46 % des gesamten Traffics liefen über die App.

Das bedeutet: Selbst wenn alle Web‑Nutzer einen Adblocker verwenden würden (was extrem unwahrscheinlich ist), wären sie trotzdem nur ein winziger Teil der gesamten Nutzerschaft. Die große Mehrheit nutzt die App, und dort funktionieren klassische Adblocker schlicht nicht.

Die Zahlen passen auch exakt zu den offiziellen Finanzdaten und erklären die interne Entwicklung der Plattform: mehr Werbung, mehr Tracking‑Partner, mehr „Partnerangebote“ und immer weniger organische Sichtbarkeit für private und gewerbliche Anzeigen. Kleinanzeigen optimiert die Plattform konsequent auf Werbeumsatz.

Seit 2020 habe ich die Korrelation zwischen den IVW‑geprüften Visits/Page Impressions und den monatlich neu veröffentlichten Anzeigen analysiert, und die Übereinstimmung war fast perfekt. Leider gibt es diese Transparenz durch die IVW nicht mehr, aber der Trend zeigt sich trotzdem deutlich: Im Februar 2026 wurden nur 24,88 Millionen neue Anzeigen veröffentlicht, der niedrigste Februar‑Wert seit 2021 und weit entfernt vom Höchststand von 30,51 Millionen.

hallole,

vielen dank für deine recherchen und erläuterungen, aber seh das doch mal so: die meisten hier sind einfache verkäufer oder käufer, keine händler.
sie melden sich hier an, weil sie probleme mit login oder sperren zu tun haben, erwarten schnelle hilfe.
danach sind sie weg, es bleiben user-leichen zurück.

gerne würde ich da mitreden wollen, aber es ist nicht mein metier, da ich ein einfacher käufer und verkäufer bin, ohne bezug zu einer firma.
deswegen bin ich hier erst mal raus.

danke :slight_smile:
vg und gute zeit

Das stimmt! Die meisten Nutzer nutzen die App, zuletzt hatte ich Zahlen von ca. 90% gehört.

Interessanter Punkt! Ich hoffe, dass wir über die Zeit eine lebendige Community hier aufbauen können. Ich bin optimistisch gestimmt, auch wenn es sicherlich etwas Zeit brauchen wird.

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OT
leider sieht man nicht wieviel user hier angemeldet sind, ebenso eine liste derer…
das forum hier ist eher ein discus, als ein forum. schade, aber es genügt aber auch, da sehr einfach gehalten :slight_smile:

vg

Auch für das Smartphone gibt es 100% funktionierende Werbeblocker. Z.B. Blokada. Auch auf dem Smartphone in der Kleinanzeigen-App, im Smartphone-Browser und auf dem PC bei allen Browsern sehe ich Null Werbung. Auf dem PC nutze ich Adblocker Ultimate.

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Muffel_Mufflig Es gibt technische Lösungen wie Blokada, AdGuard DNS oder Pi‑hole, und einige erfahrenere Nutzer schaffen es damit, einen großen Teil der Werbung in der Kleinanzeigen‑App zu blockieren. In vielen Foren finden sich jedoch Berichte von Nutzern, die verschiedene Blocker getestet haben und trotzdem feststellen, dass bestimmte Werbeformen weiterhin durchkommen.

Aber der Einfachheit halber nehmen wir an, dass die Nutzer tatsächlich in der Lage sind, sämtliche Werbung zu blockieren.

Wer wirklich keine Werbung sehen möchte, kann außerdem Kleinanzeigen Pur abonnieren.

Doch keiner dieser Punkte ist entscheidend. Die zentrale Frage lautet: Wie viele Nutzer verwenden Kleinanzeigen tatsächlich ohne Werbung? Denn sowohl Adblocker als auch der Pur‑Service bedeuten zusätzlichen Aufwand oder zusätzliche Kosten, und die überwältigende Mehrheit der Nutzer ist nicht bereit, für die werbefreie Nutzung einer Kleinanzeigen‑Plattform Geld zu bezahlen oder technische Umwege einzurichten.

Wenn Kleinanzeigen gleichzeitig über 100 Millionen Euro pro Jahr mit Drittanbieter‑Werbung verdient, dann ist offensichtlich, dass die breite Masse der Nutzer die Werbung tatsächlich sieht. Das ist ein Fakt. Und genau dieses Geschäftsmodell, das von Adevinta sehr aggressiv umgesetzt wird, führt dazu, dass private und gewerbliche Anbieter massiv an organischer Sichtbarkeit innerhalb der Plattform verlieren – und dass sich die Nutzungserfahrung für Millionen von Anwendern zunehmend verschlechtert.

Und damit ist die Phase des „Ausquetschens“ noch längst nicht vorbei. Kleinanzeigen hat eine strategische Partnerschaft mit Kevel geschlossen – einem führenden Anbieter für API‑basiertes Ad‑Serving –, um eine neue, deutlich leistungsfähigere Retail‑Media‑Plattform aufzubauen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Kleinanzeigen, das Werbeinventar weiter auszubauen, neue und individuellere Anzeigenformate einzuführen und die Nutzung von First‑Party‑Daten für personalisierte Werbeausspielungen zu intensivieren. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass wir auf der Plattform künftig noch mehr und noch stärker integrierte Werbeformate sehen werden – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Datenverarbeitung und die Nutzungserfahrung der Anwender.

Shpock (selbst auf deutlich niedrigerem Reichweitenniveau) ist in den letzten Monaten in eine ähnlich aggressive Mischung aus Drittanbieter‑Werbung und neuen Gebühren abgerutscht wie Kleinanzeigen. Bei Shpock wirkt es eher wie ein Überlebensmodus, aber genau deshalb ist es ein gutes Beispiel dafür, dass Werbeblocker keine universelle Lösung darstellen.

Die Trustpilot‑Bewertungen sprechen eine deutliche Sprache: zahlreiche Beschwerden über aggressive Drittanbieter‑Werbung, ständige Unterbrechungen und eine völlig überladene App, und das, obwohl viele Nutzer ausdrücklich erwähnen, dass sie Werbeblocker ausprobiert haben.

https://de.trustpilot.com/review/shpock.com

Auch die Google‑Play‑Rezensionen zu Blokada zeigen dasselbe Muster:

  • „APP funktioniert nicht bei mir…“

  • „funktioniert absolut nicht :confused:

  • „fliegt direkt wieder raus.“

Ja, einige technisch versierte Nutzer schaffen es, Teile der Werbung zu blockieren (obwohl zahlreiche Quellen bestätigen, dass Werbeblocker in‑App‑Werbe‑SDKs nicht zuverlässig filtern können). Aber die Mehrheit der Nutzer kann es nicht, möchte es nicht oder sieht trotz Blockern weiterhin Werbung.

Und Shpock zeigt sehr deutlich, was passiert, wenn Drittanbieter‑Werbung nicht mehr ausreicht: Plötzlich tauchen überall kleine neue Gebühren für Privatnutzer auf. Das ist der typische Weg einer Plattform unter wirtschaftlichem Druck, und ich habe keinerlei Zweifel, dass Kleinanzeigen die Gebühren noch in diesem Jahr weiter erhöhen wird. Nicht nur aufgrund der allgemeinen makroökonomischen Verschlechterung in einer Welt im Krieg – mit Auswirkungen auf Inflation und Private‑Debt‑Fonds–, sondern vor allem, weil Kleinanzeigen die Monetarisierung massiv anziehen wird, um sich finanziell auf den Börsengang vorzubereiten, ganz nach dem Vorbild von Mobile.de.

Bei Shpock irritiert mich vor allem, wie du auch schon geschrieben hast, die Entscheidung, das Inserieren von Anzeigen kostenpflichtig zu machen. Bleibt fraglich, ob sich das so durchsetzen kann. Wenn man als Plattform dafür auf Werbung verzichtet, wäre das ja ein netter Move.

Shpock ist bei uns in Deutschland ja eher eine Randerscheinung, soweit ich weiß sind die Märkte UK und Österreich.

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Ist Kleinanzeigen der König der Kreislaufwirtschaft?

Ganz sicher nicht. Die wahren „grünen Könige“ sind die privaten Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Dinge weitergeben, reparieren, tauschen und damit echte Kreisläufe ermöglichen. Die Kleinanzeigen.de GmbH hingegen arbeitet zunehmend gegen die Kreislaufwirtschaft:

  • Die Plattform wird mit Drittanbieter‑Angeboten für Neuware überflutet.
  • Diese externen Anzeigen werden zwischen die privaten Second‑Hand‑Inserate gemischt und sind kaum noch zu unterscheiden.
  • Neuware erhält mehr Sichtbarkeit, mehr Funktionen und mehr Reichweite als die privaten Anzeigen der Community.
  • Damit konkurriert die Plattform aktiv mit ihren eigenen Nutzerinnen und Nutzern.

Besonders spannend ist ein aktueller Test der Verbraucherzentrale, der genau dieses Problem beleuchtet, inklusive der massiven Datensammelei und der über 1.000 Werbepartner, die theoretisch Zugriff auf Nutzerdaten haben.

Hier der Testbericht:

” … Datensammelei zu Werbezwecken

Testen wir ein Angebot, schauen wir uns auch immer den Aspekt Datenschutz an. Bei Kleinanzeigen waren wir recht überrascht von der Datensammelwut, die einem entgegenschwappt, wenn man sich einmal die Informationen zu Werbung durchliest. Kleinanzeigen gibt an, folgende Daten zu erfassen: Typ und Einstellungen des Browsers, Informationen zum Betriebssystem des Geräts, Cookie-Informationen, Informationen über weitere, dem Gerät zugewiesene, Identifikatoren, die IP-Adresse, von der das Gerät auf die Website oder App zugreift, Informationen über Nutzeraktivitäten für das betreffende Gerät, einschließlich besuchter oder genutzter Websites und Apps und Informationen über den geografischen Standort des Geräts beim Zugriff auf eine Website oder App. Aus all diesen Daten darf Kleinanzeigen dann ein Nutzungsprofil erstellen, das beispielsweise zu Marktforschungszwecken, Optimierung von Marketingmaßnahmen und zielgerichteter Werbung genutzt wird – nicht nur von Kleinanzeigen, sondern auch von Dritten. Nimmt man die Google-Advertising-Partner hinzu, kommen dabei über tausend Drittanbieter heraus, die theoretisch Zugriff auf diese Daten haben. Noch schlimmer: Es darf sogar ein Datenabgleich zwischen den Anbietern stattfinden, um die individuellen Nutzungsprofile zu ergänzen. Das finden wir bedenklich und auch ein Stück weit pervertiert, da der Nachhaltigkeitseffekt durch Werbung für möglicherweise neue Konsumgüter, zu deren Kauf animiert wird, gewissermaßen aufgehoben werden kann. Wenn man so will, profitiert der Markt für neue Konsumgüter vom hiesigen Zweitmarkt. Will man das Angebot von Kleinanzeigen nutzen, sollte man sich bewusst sein, dass unter Umständen jeder Klick ausgewertet wird, um Werbung zu personalisieren. Umso mehr raten wir dazu, so viele Cookies und Berechtigungen wie möglich abzulehnen … “