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Über 300 Werbe‑ und Tracking‑Partner auf Kleinanzeigen.** Eine Zahl in dieser Höhe ist alles andere als normal. Aus meiner Sicht zeigt das, dass Kleinanzeigen:
mehr Werbeeinnahmen benötigt
sinkende organische Aktivität kompensieren muss
unter Druck steht, jede einzelne Nutzerinteraktion zu monetarisieren
immer mehr Daten teilt, um Werbepartner zufriedenzustellen
Die Logik dahinter ist klar: Je mehr Werbung und Tracking eingebunden werden, desto schlechter wird die Nutzererfahrung, und desto stärker der Druck, Nutzer möglichst lange scrollen zu lassen, statt ihnen tatsächlich relevante Anzeigen anzuzeigen.
Was viele Nutzer nicht sehen: Kleinanzeigen arbeitet inzwischen aktiv gegen die Sichtbarkeit der Nutzer‑Anzeigen, indem eine enorme Menge externer Konkurrenz direkt in die Plattform integriert wird. Diese externen Werbeanzeigen erhalten:
längere Titel
Video‑Formate
Premium‑Platzierungen
deutlich mehr Sichtbarkeit als echte Nutzer‑Inserate
Während private und gewerbliche Verkäufer also Reichweite verlieren, erhalten externe Werbekunden überall privilegierte Flächen.
Das ist kein kleines Detail. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Kleinanzeigen von einem Marktplatz zu einer Werbemaschine entwickelt.
sorry, aber ich glaube den meisten leute ist das latte.
ich benutze 2 addblocker, ich sehe 0 werbung, und ich denke das der gros der leute das auch benutzt, diesen hier oder andere.
von daher können sie schalten soviel sie wollen, wir sehen es ja nicht.
im gegenteil für dich, ich sehe deine werbung nicht, , was mich ehrlich bei den vielen inserenten auch nicht interessiert, wenn ich gerade nicht danach suche wie die meisten von uns.
sollte ich was spezielles brauchen, so finde ich auch dich, von daher ist es mir pers. nicht so schlimm.
Sorry, aber AdGuard (und ähnliche Tools) können nur einen Teil der externen Werbung und Tracking‑Skripte blockieren. Was sie nicht blockieren können, sind die internen Werbe‑ und Tarnanzeigen von Kleinanzeigen, also genau jene Inhalte, die direkt mit den Inseraten der Plattformnutzer konkurrieren.
Dazu gehören:
„Sponsored“-Listings, die wie normale Anzeigen aussehen
„Partnerangebote“
„Empfohlene Anzeigen“
„Top‑Deals“
„Angebote aus dem Web“ (als First‑Party‑Content ausgeliefert)
Anzeigen mit längeren Titeln, Videos und Sonderformaten
externe Werbekunden, die innerhalb des Feeds erscheinen, aber technisch von Kleinanzeigen selbst ausgeliefert werden
AdGuard blockiert nur das, was von außen kommt. Die von Kleinanzeigen selbst eingebetteten Anzeigen kommen von innen, und bleiben daher sichtbar.
Wenn Sie sich den Jahresabschluss von Kleinanzeigen ansehen, wird sehr schnell klar, woher der Großteil der Einnahmen stammt. Die meisten Nutzer konsumieren (bewusst oder unbewusst) enorme Mengen an Drittanbieter‑Werbung auf dieser Plattform, und genau diese Werbung ist inzwischen die größte Konkurrenz zu den Inseraten der eigentlichen Nutzer.
das einzigste das ich sehe, ist „das könnte dich auch interessieren“, mehr nicht…
das ist alles, und das schon sehr sehr lange. und das ist gut so.
gerne würde ich ein pic von meinem browser posten, jedoch möchte ich gerne anonym bleiben.
Alles gut, aber Ihre persönliche Browser‑Konfiguration ist nicht die Realität der Plattform . AdGuard + Nervenschoner können externe Werbung ausblenden, aber sie entfernen nicht die internen Werbe‑ und Konkurrenzanzeigen, die Kleinanzeigen selbst in den Feed einbaut.
Die meisten Nutzer sehen diese Inhalte, und ein Blick in den Jahresabschluss zeigt sehr deutlich, warum: Allein im Jahr 2021 erzielte Kleinanzeigen rund 104,8 Millionen Euro aus Drittanbieter‑Werbung. Das entsprach damals etwa 60 % der gesamten Plattform‑Einnahmen.
Das bedeutet: Um solche Summen zu erreichen, müssen Milliarden von Werbeeinblendungen ausgeliefert werden. Und genau diese Werbeflächen sind heute die größte Konkurrenz zu den echten Nutzer‑Inseraten.
Zusätzlich wäre es wirklich interessant zu wissen, ob es eine Korrelation zwischen den vielen Nutzern gibt, die von Kleinanzeigen blockiert werden, und deren „nicht ausreichender“ Profitabilität für die Plattform, insbesondere, wenn sie mit Adblockern unterwegs sind.
wie schon gesagt, ich sehe auch keine interne werbung, nichts, null.
sei es in FF, chrome noch edge.
in keinem der 3, zudem kann man auch händisch blockieren, das war sicherlich mal der fall.
außerdem kann man die partner deaktivieren, unter einstellungen.
höchstens in der app, aber die benutze ich sehr sehr selten wenn ich unterwegs bin.
und ich bin froh das es so ist, und ich denke, der gros der user haben einen addblocker, und nicht die meisten der benutzen, ich würde soweit gehen, das alle einen haben, bis auf paar ausnehmen.
@2000_followers Ich schließe mich @HerrDoctor an - auch ich habe AdGuard installiert und würde meinen, keine Werbung zu sehen, auch keine interne. Man kann das ja sehr gut vergleichen, wenn man die AdBlocker mal deaktiviert. Dann erscheinen auch die erwähnten Werbeanzeigen, die sehr ähnlich wie Anzeigen aussehen, aber keine sind. Ist der AdBlocker aktiviert, dann ist das alles komplett entfernt. Ich beziehe mich nur auf die Web-Version. Für die App bräuchte man wsl. einen Proxy AdBlocker.
Richard Das ist alles nachvollziehbar, aber genau hier liegt der entscheidende Punkt:
Einige technisch versierte Nutzer können sich mit AdGuard, Nervenschoner oder manuellen Filtern eine relativ „saubere“ Web‑Version bauen. Das ändert jedoch nichts an der Realität der Plattform.
Wenn Kleinanzeigen im Jahresabschluss rund 104 Mio. Euro Umsatz aus Drittanbieter‑Werbung ausweist (ca. 60 % der Gesamteinnahmen), dann ist klar, dass die große Mehrheit der Nutzer diese Werbung tatsächlich sieht. Solche Summen entstehen nur durch Milliarden von Werbeeinblendungen. Dass einzelne Nutzer mit speziellen Setups kaum Werbung sehen, ist völlig in Ordnung … aber es ist nicht repräsentativ für die Masse.
Und genau deshalb ist eine Frage besonders wichtig: Lässt sich ein Adblocker auch in der Kleinanzeigen‑App nutzen? Denn dort laufen die meisten Werbeimpressionen, und dort funktionieren klassische Adblocker in der Regel nicht. Für die Mehrheit der Nutzer ist die App der Hauptzugang – und genau dort wird die komplette Menge an Drittanbieter‑Werbung und internen Werbeeinblendungen ausgeliefert.
Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Der Hauptzugang zu Kleinanzeigen findet heute über das Smartphone statt, und ein großer Teil davon über die App. Genau dort funktionieren klassische Adblocker nicht.
Wenn man sich zusätzlich die offiziellen Zahlen ansieht, wird es noch deutlicher:
104 Mio. Euro Umsatz aus Drittanbieter‑Werbung (nur 2021)
das entspricht rund 60 % der gesamten Einnahmen
solche Summen entstehen nur, wenn die Mehrheit der Nutzer die Werbung tatsächlich sieht
Werbekunden zahlen keine 104 Mio. Euro dafür, nicht massiv ausgespielt zu werden.