Und wieder einmal "IP-Bereich" gesperrt"

Hallo,

mir ist bewußt, daß es schon einige Threads zu dem Thema gibt; und ich bin mir nicht sicher, ob noch einer gebraucht wird. Auch wenn die angebotenen Lösungen (Browserwechsel, Router restarten) bei mir nicht geholfen haben. Vielleicht liegt es daran, daß ich Linux habe, oder mich einfach dusselig anstelle.

Diesmal hatte ich Glück und konnte mich nach einigen Stunden auf dem großen Rechner einloggen (ich habe zwei Computer - den großen Desktop (LAN) zum Arbeiten, und ein Laptop (WLAN) zum Rumsurfen. Wie das so ist, jodelt man oft genug mit dem großen durch’s Netz, weil der den schöneren Bildschirm hat.

Die letzten zwei Male hatte ich allerdings kein Glück und der Login funktionierte einfach nicht - immer war der „IP-Bereich“ gesperrt. Der Service von Kleinanzeigen (KA) wurde offenbar schon vor Längerem eingestampft und ist nicht mehr existent. Nach ein paar Tagen habe ich aufgegeben.

Und da man ja nichts dazulernt, bin ich schon wieder da, habe einige hübsche Dinge entdeckt und stehe mit einigen Verkäufern in Kontakt. Heute dann der „gesperrte IP-Bereich“ quasi als Schuß vor den Bug. Ausgelöst habe ich ihn wohl selbst, weil ich versucht habe, mich auf dem Laptop einzuloggen. Geklappt hat es nach mehreren Versuchen auf dem großen Rechner.

Natürlich weiß ich jetzt nicht, wie lange es noch „gut geht“. Und ich möchte nur kaufen - ich würde mich gar nicht mehr trauen, auf den KA etwas verkaufen zu wollen, da ich jederzeit damit rechnen muß, von jetzt auf gleich ausgesperrt zu werden.

Und ich weiß nicht mehr, ob selbst das reine Kaufen noch ratsam ist.

Ich liebäugele gerade mit einem Teil an die 100 Euro und würde unter normalen Umständen, falls der VK kein PP-WD akzeptiert, die „Sicher bezahlen“ Option nutzen wollen - aber ist das bei den KA überhaupt noch vertretbar? Wenn ich damit rechnen muß, mitten im Ablauf keinerlei Zugriff mehr zu haben - und keine Möglichkeit, mich an irgendwen zu wenden?

Die Frage ist jetzt natürlich: wie vermeide ich solche „IP-Sperrungen“? Kein WLAN mehr benutzen? Das geht nur zu Hause - was ist, wenn ich ein paar Tage unterwegs bin? Da bleibt nur das Laptop.

Wie kann man vorsorgen?

Es heißt, man soll niemanden nach seinen Daten fragen - aber sollte man nicht wenigstens die e-Mail erfragen, damit man im Notfall überhaupt noch kommunizieren kann?

Und die ganz große Frage: warum macht KA das? Ich sehe keinen Vorteil für den Verein außer verprellten und angesäuerten Nutzern. Sie vermiesen sowohl das Verkaufen als auch ihre eigenen Sicherheitsangebote. Wer traut denn so einem Laden noch?

Sorry, mußte mal das Ventil öffnen. Vielleicht gibt das hier eine kleine Quelle für Ratschläge, wie man sich vor dieser Willkür schützen kann und einen eventuell schönen Kauf sicher zu Ende bringt.

Danke für’s Lesen und lieben Gruß in die Runde.

hallole,

alles kein problem, wir hatten fast alle schon IP sperrungen hinter uns :slight_smile:
wie wäre es mit einem VPN?
ab und zu benutze ich sie auch, den ich habe 2 konten und 2 browser…

zb proton VPN ( https://protonvpn.com/ )oder www.Hide.me
alternativ kannst du es mal mit 1.1.1.1 1.1.1.1 — The free app that makes your Internet faster. probieren

vg

Danke, die 1.1.1.1 habe ich bereits. Proton eigentlich auch, aber fangen die dann nicht erst recht an, zu spucken, wenn man sich plötzlich aus North Carolina einloggt?

Heute ging es ja schon beim Laptop los, der gerade mal einen Meter daneben stand.

lg

nun, du kannst ja auswählen, am besten einen server aus deutschland :slight_smile:

vg

Zunächst mal weiß man nicht, auf welches IP-Protokoll sich die Ausrede von Kleinanzeigen_de bezieht.

IPv4: wenn Du einen typischen DSL-/LWL-Anschluß zuhause hast, dann hast Du für Deinen Anschluß genau eine IPv4-Adresse für alle Netzteilnehmer dahinter. Üblicherweise. Schreib Dir die Meldung genau ab (Screenshot oder Text guttenbergen)! Wenn Du den Router, meist eine Fritzbox, entweder neu startest (dauert mehrere Minuten) oder zum Resync (bei DSL meist 1min) motivierst, dann erhält dieser eine andere IPv4-Adresse. Aber sie liegt in dem Bereich, der Deiner „Vermittlungsstelle“ zugewiesen ist, häufig ein Fenster von 256 Adressen. Möglicherweise gibt’s ein Problem bei einem anderen Nutzer aus genau diesem Bereich. Daher die betroffenen IPv4-Adressen notieren und ggf. hier aufschreiben. Wenn Du Bedenken wg. der Auffindbarkeit Deines Anschlusses haben solltest, an mich per PN oder die beiden ersten 8bit-Werte unkenntlich.

IPv6: Dort handelt es sich immer um einen ganzen Bereich, da jeder DSL-/LWL-Anschluß üblicherweise 2^56 Adressen erhält, und jeder einigermaßen neue PC die Adressen „durchrotiert“. Was Kleinanzeigen_de in diesem üblichen Fall macht …?

Aber da kommen noch ein paar andere Gesichtspunkte ins Spiel: der Firefox erschwert Finger Printing, andere Web-Browser eher nicht. Das mag Kleinanzeigen_de vermutlich nicht, ebensowenig wie Addons, die Werbung verhindern, also z.B. uBlock Origin, oder ein Pihole als lokalem DNS-Server. Ich vermute mittlerweile ein Scoring der Nutzer bei Kleinanzeigen_de, das sie nicht beherrschen.

Ein VPN ist erstmal eine gute Idee, um zuhause eine alternative Verbindung ins Web zu haben, d.h. IP-Adressen (IPv4 und IPv6) aus völlig anderen Bereichen. Das hat man auch, wenn man in ein anderes WLAN wechselt, ob Nachbar (bei anderem Provider) oder Freifunk, nahegelegene Hochschule, Hornbach, Ikea, MacDonalds o.a.. Allerdings ist unklar, was Kleinanzeigen_de tatsächlich veranlaßt, daß ein IP-Bereich bei denen gesperrt wird. Deine Endgeräte, mit denen Du diese Plattform nutzt, erkennen sie üblicherweise wieder egal in welchem Netz Du diese nutzt.

Zu Deiner Herausforderung nicht zu wissen, wie lange man ungesperrt Kleinanzeigen_de nutzen kann, eine theoretische Variante von meiner Seite (mein Account ist gesperrt): mit der anderen Seite zum Kommunikationsmedium Email wechseln. Für diese Zwecke hat man bestenfalls eine separate Kauf-Verkaufs-Mail-Adresse. Manche Leute wollen dagegen lieber telefonieren. Wenn Du auf einen ahnungslosen Kommunikationspartner stößt, kannst Du ihm die Web-Adresse von diesem Forum nennen, damit er erkennt, daß es große Probleme bei und mit der Plattform Kleinanzeigen_de gibt. Und ja, sie fahren ihren Karren gerade gegen eine Wand.

Gruß